Zum ersten Mal auf dem Wakeboard aufzustehen sieht schwer aus, läuft aber auf ein paar einfache Dinge hinaus, die man in der richtigen Reihenfolge macht. Fast alle, die bei den ersten Versuchen stürzen, machen dieselben kleinen Fehler: zu früh aufstehen, an der Leine ziehen oder sich in die falsche Richtung lehnen. Machst du es richtig, fährst du schon nach wenigen Versuchen. Hier ist alles, was du brauchst, in einfachen Worten erklärt. Wir gehen davon aus, dass du bereits eine Schwimmweste trägst, deshalb geht es hier nur um die Technik.
Welcher Fuß kommt nach vorne
Als Erstes musst du herausfinden, mit welchem Fuß du vorne stehst. Der vordere Fuß ist der, mit dem du lenkst und das Gleichgewicht hältst, also sollte der nach vorne, der sich natürlicher anfühlt. Dafür gibt es zwei einfache Namen:
- Regular — dein linker Fuß ist vorne.
- Goofy — dein rechter Fuß ist vorne.
Zwei einfache Wege, deinen Stand zu finden:
- Lass dich von jemandem sanft von hinten anschubsen. Der Fuß, mit dem du dich nach vorne abfängst, gehört auf dem Board nach vorne.
- Lauf an und rutsche in Socken über einen glatten Boden. Dein „führender" Fuß geht von selbst nach vorne — das ist dein vorderer Fuß.
- Noch ein Hinweis: Schießt du einen Ball mit dem rechten Fuß, bist du meist Regular (linker Fuß vorne), und umgekehrt.
Fühlt es sich auf dem Wasser falsch an, kein Problem: Die Bindungen am Board sind in ein paar Minuten umgesetzt, dann probierst du es andersherum.
Wie du im Wasser sitzt, bevor das Boot zieht
Solange das Boot steht, treibst du einfach wie ein Korken. Deine Aufgabe ist, dich zu einer kleinen Kugel zusammenzurollen und zu entspannen. Du musst nichts ziehen oder drücken.
- Zieh die Knie zur Brust und setz dich wie in einen tiefen Sessel. Halte den Rücken gerade.
- Halte die Arme gestreckt und locker. Halt einfach den Griff — zieh ihn nicht zu dir heran.
- Lass das Board vor dir stehen, die Spitzen leicht nach oben — wie ein kleiner Schild zwischen dir und dem Boot.
- Halte den Griff tief, auf Höhe der Knie. Schau zum Boot, nicht nach unten.
Merk dir die goldene Regel: Das Boot zieht dich hoch, nicht deine Arme und Beine. Deine einzige Aufgabe ist, die Position zu halten und zu warten.
Wie du aufstehst — der wichtigste Moment
Sag dem Fahrer, dass du bereit bist. Ab jetzt zählt vor allem Geduld. Es gibt drei Momente, und keinen davon darfst du überstürzen.
- Schritt 1. Das Boot zieht — bleib einfach klein. Das Wasser drückt gegen dich, das ist normal. Knie angezogen, Arme gestreckt. Steh noch nicht auf.
- Schritt 2. Das Board beginnt zu gleiten. Du spürst, wie du über die Oberfläche gleitest, statt durchs Wasser gezogen zu werden. Erst jetzt fang an, dich langsam aufzurichten.
- Schritt 3. Steh sanft auf. Richte dich ruhig auf und führe den Griff am Körper entlang. Streck die Beine nicht durch — halte die Knie leicht gebeugt, damit sie die Stöße abfedern.
Der häufigste Anfängerfehler ist, zu früh und mit einem Ruck aufstehen zu wollen. Reißt du plötzlich an Armen und Beinen, taucht das Board ein und wirft dich ab. Mach alles gemächlich und langsam und lass dich vom Boot hochziehen.
Wie du ruhig fährst, sobald du oben bist
Du stehst — jetzt fährst du einfach gerade hinter dem Boot. Das Board zeigt nach vorne, in dieselbe Richtung, in die das Boot fährt (entlang der Leine). Du musst es nicht zur Seite drehen — halte das Board flach und roll in der Spur des Boots mit.
- Halte das Board flach und nach vorne gerichtet — auf derselben Linie, in die die Leine zieht. Du rollst gerade hinter dem Boot.
- Steh so, dass dein Gewicht mittig über dem Board ist — kipp nicht auf die Nose oder das Tail.
- Halte die Knie locker und leicht gebeugt. Sie schlucken die Wellen und die Rucke der Leine, damit es dich nicht durchschüttelt.
- Dreh den Körper leicht zum Boot, halte die Schultern waagerecht und schau nach vorne zum Boot — nicht auf deine Füße.
- Halte die Arme gestreckt und locker. Lass die Leine ziehen, nicht deine Arme — so ermüdest du viel weniger.
- Halte den Griff tief, nahe an der vorderen Hüfte.
Denk noch nicht an Turns oder Seitwärtsfahren — das kommt später. Lern erst, ruhig in gerader Linie hinter dem Boot zu fahren.
Damit die Nose nicht abtaucht — das Gewicht nach hinten
Der häufigste Grund für Stürze ist, dass das Gewicht nach vorne wandert, die Nose des Boards ins Wasser taucht und dich nach vorne wirft. Die Lösung ist eine einfache Regel: halte dein Gewicht leicht auf dem hinteren Fuß.
- Halte dein Gewicht leicht auf dem hinteren Fuß. Stell dir vor, du „setzt dich nach hinten in den Sattel". Das hebt die Nose.
- Streck dich nicht nach vorne zum Boot. Lehn dich eher ein wenig zurück.
- Beug die Arme nicht. Beugst du die Arme, ziehst du dich nach vorne — Nose sofort nach unten. Arme immer gestreckt.
Bereit, es zu probieren?
Das ist wirklich das ganze Geheimnis deiner ersten Fahrt: mach dich klein, lass dich vom Boot hochziehen, fahr gerade hinter ihm und halte dein Gewicht hinten. Wenn du auf dem Wasser mit einem Instructor lernen willst, der schon Hunderte Anfänger aufs Board gestellt hat, komm vorbei und probier eine Wakeboard-Session in Valencia mit uns — bei uns fährst du schon am ersten Tag.



